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 Öffnungszeiten
Montag - Freitag: 10.00 Uhr - 14.00 Uhr und 17.00 - 24.00 Uhr / Samstag, Sonntag und Feiertage: 10.00 Uhr - 24.00 Uhr durchgehend

Gasthaus zum weissen Kreuz . Seewernstrasse 12 . 6423 Seewen (SZ) .  +41 (0)41 810 13 48 

 

   16.01.2017  Totalsanierung 350 Jahre nach dessen Bau


Das einzige ‘Herrenhaus’ in Seewen, das ‘Bättighaus’ bzw. der ‘Hirschen’, wird saniert und zu dessen Zweck eingerüstet

Nicht nur in Schwyz stehen zahlreiche sogenannte ‘Herrenhäuser’. Eines, welches keinen Vergleich mit den palastartigen Gebäuden im Hauptort scheuchen muss, ist das Haus ‘Hirschen/Bättig’ neben dem Gasthaus ‘Kreuz’ in Seewen. Seit geraumer Zeit wird das 1665/66 erstellte Gebäude sanft saniert, unter fachkundiger Begleitung durch die kantonale Denkmalpflege.

 

pr. Es macht beileibe keine ‘gute Falle’, das riesige alte Haus an der Seewernstrasse in Unterseewen, einen Steinwurf von der Autobahn entfernt. Noch vor wenigen Jahren hätte es nach Plänen des damaligen Schwyzer Baudirektors einer Strassenverbreiterung weichen müssen. Doch die Staatsplaner machten die Rechnung ohne den Wirt – es gab heftig Widerstand. Zum Glück, muss man sagen. Denn im ältesten noch existierenden Dorfteil Seewens soll Wunderschönes entstehen. Seit rund drei Jahren lässt die Eigentümerschaft des Herrenhauses in enger Zusammenarbeit mit der kantonalen Denkmalpflege das Kulturgut sanft sanieren. Der Bau aus der Barockzeit soll in die Zukunft hinübergerettet werden, als Zeuge einer einst grossen Epoche.

 

Abbruch war aufgegleist

 

Als der letzte Spross der Besitzerfamilie ‘Bättig’ von Seewen wegzog, wurde das Haus und die grosse Wiese östlich davon parzelliert und an verschiedene bekannte Unternehmer verkauft. Geplant war eine riesige Neu-Bebauung der über 20'000 Quadratmeter grossen Liegenschaft mitten in Seewen. Die Gemeinde Schwyz mietete das Stammhaus und quartierte sogar Asylbewerber darin ein – mit schwerwiegenden Folgen für das schlossartige Haus. Der Zerfall bekam sogar behördliches ‘Kopfnicken’, weil die Verkehrsplaner das Haus – und andere im Quartier – unbedingt entfernt haben wollten. Denn die Häuser standen dem Projekt ‘Entwicklungsachse Urmiberg’ in der Quere.

 

Hand in Hand ein Zeitzeuge retten

 

Mit dem Wechsel an der Spitze der kantonalen Denkmalpflege ist der ‘Abbruch-Wahn’ in die weite Ferne gerückt. Zusammen mit der Eigentümerschaft ist der Erhalt des letzten Ensembles von ‘alt Bad Seewen’ aufgegleist worden. Seit drei Jahren wird um und im Haus kräftig saniert. Geplant ist der Erhalt von möglichst viel Ursprünglichem, die heutige Technik wird ‘unter Putz’ in das Haus eingebracht. Das bisher Sanierte lässt die Herzen von Liebhabern alter Zeitzeugen höherschlagen. Wunderschöne Nussbaumtüren, Sandstein-Türstürze und -Bodenplatten, Freskenmalereien, reiche Stukkaturdecken, handbemalte jahrhundertealte Kachelöfen und vieles mehr zeugen von einer einst grossen Zeit. «Der kantonale Denkmalpfleger Thomas Brunner steht unserem Vorhaben mit Rat und Tat beiseite. Ihm gebührt grosser Dank!» lässt René Häusler, Verwaltungsratsmitglied der Eigentümerschaft, verlauten.

 

Aufwändige Aussenrenovation

 

Mit dem Jahreswechsel gelangen die grossen Sanierungsteile auf die Zielgerade. Soeben wurde das Haus total eingerüstet. In den nächsten Wochen wird die Aussenfassade heruntergeklopft und dann nach alter Technik wieder rekonstruiert. Auch alle Fenster werden totalsaniert und zu einem grossen Teil ausgewechselt. «Wir wollen ein einheitliches Erscheinungsbild. Die bisherigen Fenster stammen aus allen möglichen Jahrzehnten. Nichts passt.» Sofern das Wetter mitspielt, sollte das Haus im Sommer in neuem Glanz strahlen. Ganz abgeschlossen wird die Sanierung voraussichtlich erst in etwa drei Jahren. Bis dato wird das Haus weiter zu Wohnzwecken genutzt. «Danach,» so René Häusler, «wollen wir es neu positionieren. Wir können es uns durchaus als ‘Boutique-Hotel’ vorstellen. Wichtig ist uns, dass künftig auch die Oeffentlichkeit Zugang zum wunderschönen Haus hat.»

 

 

p. Gebaut wurde das Haus mit grösster Wahrscheinlichkeit 1665/66. Wer als Bauherr auftrat, ist nicht eindeutig belegt. Um 1740 ging es in den Besitz von Josef Benedikt Schorno-Reding über, der das Haus vor allem innen vollständig neu ausstattete. Aus dieser Zeit dürfte auch der nördliche Treppenhausanbau stammen, der sich wie ein Turm an das Haupthaus anlehnt. 1805 übernahm es Fürsprech Josef Imlig. Später wurde im Haus eine Gerbe eingerichtet. 1852 kaufte es Bierbrauer Bättig, der darin eine Brauerei und das Gasthaus ‘Hirschen’ einrichtete. Das Brauen von eigenem Bier wurde in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eingestellt, geblieben ist die eigene Quelle, die bis heute rund 300 Liter Frischwasser pro Minute liefert. Es folgte ein reger Handel mit Kohle, Heizöl, Bier und Mineralwasser. Anfangs der 1980er Jahre zog der letzte Nachkomme der Brauerfamilie weg, die riesigen Ländereien wurden an Interessenten verkauft. Seit rund 40 Jahren wurde am Haus mehr oder weniger nie mehr etwas saniert. Im Jahre 2009 wurde ein erster Anlauf genommen, das Wohnhaus wieder zu beleben und eine Schau-Bierbrauerei zu realisieren. Unter Federführung des Kantons wurde dieses Ansinnen allerdings schon im Keime erstickt.

  

 

Da einzige Seebner Herrenhaus, das in Unterseewen steht, wird zurzeit einer Aussensanierung unterzogen. Bis im Sommer 2017 bleibt es eingerüstet.

 

 

 

 

Auf alten Skizzen ist die Bedeutung des Hauses gut ablesbar. Es muss von einer sehr wohlhabenden Familie um 1665/66 gebaut worden sein.

 

 

 

 

In den letzten Monaten wurde viel in die Sanierung des Innenausbaus investiert. Im Bild erkennbar eine historische Nussbaumtür in einem historischen Sandstein-Türsturz.

 

 

Foto/s: Peter Rickenbacher

 

 

Zufall oder nicht? Ein paar Tage nach der Publikation des Berichtes über die Sanierung des Hauses 'Bättig/Hirschen' wurde im Bote vom 20.1.2017 nachfolgender Leserbrief abgedruckt. Offenbar tun die Eigentümer des historischen Hauses genau das Richtige...

 

 

 

   14.01.2017  Grosse Baupläne der Messerfabrik in Seewen


Die Ibächler Firma Victorinox will in Unterseewen ein Distributionszentrum für Europa bauen

 p. Lange hatte das Seebner Weinhaus Schuler Pläne geschmiedet, was auf dem vor Jahrzehnten gekauften Areal der ehemaligen USEGO im südlichsten Teil von Seewen realisiert werden könnte. Von einer neuen Firmenzentrale, riesigen Tankanlagen für den firmeneigenen Wein bis hin zu einer grossen Flaschensortieranlage – Ideen gab es viele. Doch schliesslich wurde nichts daraus, das ‘zwischengenutzte Areal’ wurde 2012 an die Victorinox-Gruppe verkauft. Diese macht jetzt Nägel mit Köpfen und will auf dem Areal bauen, wie der ‘Bote der Urschweiz’ herausgefunden hat. Geplant sei ein Distributionszentrum für Europa, weil das Gelände verkehrstechnisch ideal erschlossen sei (Bahn und Autobahn in der Nähe).

Gleiches meinte vor Jahren der Billigdiscounter ‘ALDI’, der gleich in Nachbarschaft zum ehemaligen USEGO-Areal eine grosse Landparzelle sein eigen nennt. Seit über einem Jahrzehnt versucht der deutsche Riese, hier Fuss zu fassen – bisher vergebens. Zahlreiche Einsprachen blockieren das Vorhaben bis heute, weil die Erschliessung Richtung Westen (zum Autobahnanschluss Seewen) auf einer relativ schmalen Strasse durch einen historischen Dorfkern führt. Die Einsprachen landeten vor Bundesgericht, welches jüngst das ganze Dossier zur Neubeurteilung an den Gemeinderat Schwyz zurückgab. Ob für das Ibächler Unternehmen andere Regeln gelten, wird sich in naher Zukunft zeigen…

 

Nachstehend der Bericht aus dem ‘Bote’, der am 14. Januar 2017 über die Neubaupläne der Victorinox-Gruppe berichtete:

 

Zwischen SBB-Gleise (links) und der Seewernstrasse (rechts) befindet sich das Victorinox-Areal, welches in nächster Zukunft überbaut werden soll.

 

 

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