13.05.2008
Steinbruch-Weiterführung: es wird alles schön
geredet
Riesen-grosse Werbekampagne der
KIBAG-Gruppe will die Skeptiker des Steinbruch-Weiterbetriebes überzeugen
p. Letzte Woche hat die KIBAG-Gruppe – sie betreibt den Steinbruch im ‚Zingel’ - den Abstimmungskampf für die Umzonungsvorlage vom 1. Juni 2008 eröffnet. Sie hat ihre Firmenzeitschrift unter dem Namen ‚Splitt und Schotter’ in alle Haushaltungen der Gemeinde Schwyz verteilen lassen. Darin legt die Kibag Kies Seewen ihre Gründe dar, weshalb das Stimmvolk unbedingt der Umzonung von 60'000 Quadratmeter geschütztem Wald an der Urmibergflanke oberhalb der Lauerzer Kantonsstrasse zustimmen soll. Es sind rein emotionale Gründe, welche die Firmengruppe ins Feld führt. Denn nicht erwähnt wird, dass das so hoch gelobte Gestein auch in Kavernen abgebaut werden kann. Diese Abbaumethode wird von den Firmenverantwortlichen verworfen, weil dadurch der Firmengewinn kleiner würde als im klassischen, Landschaftsbild zerstörenden Tagabbau.
Fast zeitgleich mit der Zustellung dieses Firmenmagazins sind einige ‚Freunde des Lauerzersees’ in die Öffentlichkeit getreten. In grossflächigen Inseraten stellen sie ihre Gründe gegen die Umzonungsvorlage dar. Damit melden sich (endlich) auch andere Stimmen, welche das Tun der Steinbruchbetreiber hinterfragen. Die Kritiker der Umzonungsvorlage zielen auf den Erhalt des Lebensraumes um den Lauerzersee und appellieren an die Solidarität der Gemeindebürger von Schwyz mit der Lauerzer Bevölkerung. Denn diese ist besonders vom künftigen Abbauvorhaben betroffen. Denn hiezu müsste ab und zu die Kantonsstrasse entlang des Lauerzersees geschlossen werden, was in der Vergangenheit schon oft – entgegen aller Beteuerungen der Steinbruchbetreiber – geschehen ist.
Die Freunde des Lauerzersees haben eine Web-Site aufgeschaltet, welche sehenswert ist. Sie lautet: www.freunde-des-lauerzersees.ch und wird ständig mit Neuigkeiten bestückt.
Anmerkung in eigener Sache: auch wir vom Gasthaus ‚Kreuz’ sagen NEIN zur Umzonungsvorlage am 1.6.2008, weil sonst die längst fällige Renaturierung der Landschaftswunde nochmals um gegen 20 Jahre nach hinten verschoben wird (Quelle: Umweltverträglichkeitsbericht der KIBAG zum Weiterabbau, dat. 31.8.2005). Und zudem: eine Garantie für die tatsächliche, grossflächige Renaturierung ab dem Jahr 2023 gibt es bis heute keine…
Mit diesem Inserat hoffen die Freunde des Lauerzersees, die Bevölkerung wach zu rütteln. Publiziert am 9.5.2008 im ‚Bote der Urschweiz’:
