25.08.2009  

Start des unterirdischen Gesteinsabbaus – demnächst am Axen
‚Spatenstich’ zum grössten unterirdischen Steinbruch der Schweiz, neu mit dabei: KIBAG-Gruppe

p. Neidisch muss die Bevölkerung um den Lauerzersee mit ansehen, was zurzeit am Urnersee passiert. Gestern, am 24. August, wurde die ‚Baustelle Kavernensteinbruch Läntigen’ am Axen eröffnet. Vorausgegangen ist eine fast 20-jährige Planungs- und Bewilligungsphase. Die Promotoren freuen sich riesig über das Projekt. Verwaltungsratspräsident der Läntigen Stein AG, Franzsepp Arnold, Initiant der ersten Stunde, zum Projekt: „In tunnelartigen Kavernen Hartgestein aus dem Berg zu holen, ist zukunftsweisend. Die Investitionen lohnen sich für die Zukunft. Denn diese wird zeigen, dass es einen oberirdischen Abbau von Gestein aus Gründen des Umweltschutzes gar nicht mehr geben wird.“
Anders – also rückwärtsorientiert - denkt man an der Schaltzentrale des Steinbruchs Zingel in Seewen. Dort wurde vor knapp einem Jahr die Weiterführung des offenen Steinbruchs am Lauerzersee für die nächsten sicherlich 20 Jahre eingeleitet. Umwelt-, Landschafts- und Naturschutz in einem Bundesinventar geschützten Gebiet hin oder her. Gebetsartig liessen die Verantwortlichen das Stimmvolk der Gemeinde Schwyz wissen, dass dort ein Kavernenabbau nicht möglich sei. Und das behaupten die Steinbruchbetreiber auch heute noch… (Notabene, obwohl weltweit Jahr für Jahr immer längere Tunnels und Kavernen gebaut werden, auch durch ‚schwieriges’ Gestein!). Kam die Behauptung dazu, dass ein bergmännisch betriebener Steinbruch ‚unwirtschaftlich’ sei. Und genau diese Unwirtschaftlichkeit ist wohl der hauptsächlichste Grund, weshalb die KIBAG-Gruppe sich nun aktiv mit mehreren Millionen Franken am Steinbruch ‚Läntigen’ am Urnersee beteiligt…

Bleibt somit die Frage offen: Ist die KIBAG bei der Läntigen Stein AG eingestiegen, um einzig das nicht lebensfähige Unternehmen am Leben zu erhalten? So wie die Kibag verlauten lässt, ist der bergmännische Steinbruchbetrieb eh dauernd defizitär und somit nicht existenzfähig…

 

Der ‚Bote der Urschweiz’ sowie die ‚Neue Schwyzer Zeitung’ haben in ihren Ausgaben vom 25. August 2009 wie folgt vom ‚Spatenstich’ berichtet: