02.05.2015
Gründelisbach fliesst wieder naturnah
Bachbett-Tieferlegung,
Hochwasserschutzmassnahmen, Renaturisierung und umfangreiche Erdaufschüttungen
p. Die Totalsanierung des ‚Gründelisbach‘ westlich von Seewen auf einer Länge
von fast 900 Metern (siehe Dorfnews vom
25.11.2013,
6.2.2014 und
12.4.2014) ist
so gut wie abgeschlossen. Während gut zwei Jahren wurden tausende Kubikmeter
Holz, Geröll-, Stein- und Erdmaterial bewegt, um dem Bach und seiner nahen
Umgebung wieder ein natürliches Aussehen mit gleichzeitiger ökologischer
Aufwertung zurückzugeben. Noch ‚zieren‘ riesige braune Erdflächen die Gegend,
doch in wenigen Wochen werden auch diese von der Natur eingeholt und überwachsen
sein. Ob der Kostenrahmen von rund vier Millionen Franken eingehalten werden
kann, das wird die federführende Wuhrkorporation Gründelisbach-Engiberg an ihrer
nächsten Versammlung wissen. Noch liegt die Schlussabrechnung nicht vor.
Aktiv wurde die Korporation auch im untersten Abschnitt des Gründelisbachs, also
beim Einlauf in den See. Dort wurde das Bachbett anfangs Jahr von zahlreichen
hineinhängenden Stauden, Büschen und Bäumen befreit. Nun sieht man das ‚Korsett‘
wieder, in welches das natürliche Bächlein in den 1960er Jahren gezwängt wurde.
Wann und ob je auch dieser Teil des Bachs wieder ‚rückgebaut‘ wird, das steht
(noch) in den Sternen.
Die nachstehenden Bilder entstanden allesamt am vergangenen Donnerstag
(30.4.2015) kurz vor dem Sanierungsende:
Das Busch- und Baummaterial entlang des Gründelisbachs im untersten Teil wurde
im Spätwinter 2015 massiv ‚gestutzt‘.
Immer noch ein Problem: sobald der Bach viel Wasser führt, schiebt er das
abgelagerte Gestein umgehend in den Lauerzersee und füllt ihn – wie andere Bäche
es auch tun – auf. So verlandet der See Jahr für Jahr immer mehr…
Auch im 'Bote der Urschweiz' vom 1.6.2015 wurde über den Abschluss der Arbeiten berichtet. Anlass dazu war die Generalversammlung der Wuhrkorporation Gründelisbach vom 30.5.2015:
