02.09.2026 'Fusion' der Seewern und der Muota startet in wenigen Wochen
Das Wehr beim Langensteg in Ingenbohl wird der Renaturierung geopfert
p. "Damals" war es logisch: nur wenn ein Bach kanalisiert wird, ist das Umgelände vor Hochwasser sicher. Doch neue Erkenntnisse sagen das Gegenteil. Deshalb fördert der Bund seit einigen Jahren die Renaturierung von Fliessgewässern; Biodiversität ist angesagt bzw. eine Folge von möglichst naturnahen Gewässern. Seit dem 'Jahrhunderthochwasser 2005' werden auch im Talkessel Schwyz Bäche 'rückgebaut'. In Seewen sind es u.a. der 'Gründelis'-, der 'Siechen'- und auch der 'Nietenbach', die schon allesamt grosse Stücke ihrer ursprünglichen Fliessform zurückerhalten haben. In die Planungen ein fliessen dabei selbstverständlich Hochwasserschutzerkenntnisse (Stichwort 'Ausweitungen der Bachsohlen'). Und jetzt kommt ein weiteres Fliessgewässer dazu: die Seewern. Beim Einfluss in die Muota, wo im Hochwasserjahr 2005 der Rückstau des Bachs begann und viele Industriegebäude im '16ni' unter Wasser setzte, wird das Wehr rückgebaut. An dessen Stelle werden künftig die beiden Bäche 'natürlich' zusammenfliessen. Gleichzeitig wird die Langenstegbrücke komplett neu erstellt, da sie in die Jahre gekommen ist und beim Strassenträger (Bezirk Schwyz) Sicherheitsbedenken aufkamen. Bereits haben dieser Tage nun Vorarbeiten begonnen. Dann, Anfang November 2026, wird die Seewenstrasse zwischen der 'Stegstuden' und dem 'Rest. Alpenrösli' ein Jahr lang komplett gesperrt. "Eine weitere terminliche Verschiebung der künftigen Grossbaustelle, die Auswirkungen auf das gesamte regionale Verkehrsnetz haben wird, wurde aufgrund der Verhältnismässigkeit nicht weiterverfolgt", heisst es von der Bauherrschaft.
Im 'Bote vom 2. September 2026 wurde die weitere Grossbaustelle auf der Grenze zwischen Seewen und Ingenbohl recht detailliert beschrieben:
Unsere Aufnahmen der 'Grossbaustelle' stammen alle vom 14.9.2026:
02.09.2026 Es geht um viel 'Kies' (Geld)
Der Bedarf an Seewer-Kalk aus dem Urmiberg ist für das nationale Schienennetz von enormer Wichtigkeit, sagt die Betreiberfirma KIBAG Kies Seewen
p. Bis zum 28. September 2026 liegen auf der Bauverwaltung der Gemeinde Schwyz Unterlagen zur Teilrevision des Nutzungsplans (Erweiterung Zingel III) öffentlich auf. Und diese Unterlagen haben es in sich: es geht im Kern darum, ob die Betreiberin des Steinbruchs im ‘Zingel’ in Seewen weitere 50 Jahre im Tagbau Gestein abbauen darf. Rückblende: schon vor rund 20 Jahren wurde um die damalige Erweiterung heftig gestritten. Damals regten die Gegner an, den Steinbruch in Kavernen weiter zu betreiben, was den Schutz des BLN-Gebietes Rigi/Lauerzersee gesicherte hätte. Nur: das Stimmvolk sah es anders und glaubte den Ausführungen der Betreiberin (u.a. rentiere sich so ein Abbau nicht und der Steinbruch werde ja eh wieder aufgefüllt…- Womit??)
Das Stimmvolk hat auch dieses Mal wieder das letzte Wort. Ob nun ein Sinneswandel im Volk stattfindet, ist zu bezweifeln. Denn es geht um viel ‘Kies’…
Weiterer Eingriff in ein BLN-Gebiet: die geplante Steinbruch Zingel-Erweiterung auf weitere 50 Jahre.
Im ‘Bote’ vom 2.9.2026 rechnete Redaktor Erhard Gick vor, wie viele Eisenbahnwagen voller Material in den nächsten 50 Jahren abgebaut werden soll:
Aus dem Archiv: der ehemalige Einwohner- und Quartierpräsident sprach vielen Seebner-/innen aus dem Herzen, doch die Schwyzer, Ibächler und Rickenbächler waren anderer Meinung: Video SRF Schweiz Aktuell vom 02.07.2007
Nach Ende der Auflagefrist, die bis zum 28. September 2026 dauerte, fragte die 'Bote'-Redaktion bei der Gemeinde Schwyz nach, ob es und allenfalls wie viele Einsprachen es gegen die Teilrevision der Nutzungsplanung gegeben hat.
Die Antwort vorneweg: total sieben. Hier der zugehörige Bericht:













