23.03.2022 Drei Gingkos erinnern an die unrühmliche Tat
Für die abgeholzten beiden Seebner Urgesteine - eine Eibe und einen Ginkgo - wurden auf dem Friedhof Schwyz drei 'Erinnerungsbäume' gepflanzt
p. Ende September letzten Jahren liessen die neuen Eigentümer der Parzelle 'Ott' gegenüber des Gasthauses 'Kreuz' zwei Bäume fällen. Nicht irgendwelche Bäume, sondern die zwei über 210-jährigen letzten Parkbäume der 'Bad Seewen'-Epoche. (Siehe Dorfnews vom 29.9.2021!) Hintergrund der Geschichte:
ein geplantes Neubauvorhaben und Faktenschaffung vor Inkrafttreten der aktuell aufliegenden Schutzzonenplanung der Gemeinde Schwyz. Denn nach Rechtskraft dieses Planwerkes wären die zwei Urgesteine unter Schutz gestanden. Trotz Bitten von über 800 Menschen hielt die Baum-Eigentümerschaft an ihrem Plan fest, die Bäume fällen zu lassen. An den Tagen der Fällaktion gab es 'wüste Szenen', alle Appelle an den gesunden Menschenverstand verhallten im Nirwada...
Wochenlang - auch sogar bis in die Fasnachtszeit - wurde über die Baumfällaktion in Seewen gesprochen. Kopfschütteln hüben wie drüben. Vor allem bei Naturfreunden ist die Tat schlecht herübergekommen - man trauert über den Verlust dieser zwei 'Greise'. Vor diesem Hintergrund ist zu verstehen, dass dem Friedhof Schwyz von Baumfreunden drei Ginkgos geschenkt wurden, die dieser Tage gepflanzt wurden. Am Ort des Friedens (Bedeutung des Namens Ginkgo) und der Seelen (Bedeutung des Namens Eibe) sollen sie zum Nachdenken an die 'Aktion' in Unterseewen anregen.
Nachstehend der Bericht dazu aus dem 'Bote' vom 22.3.22:





