12.10.2022 Auch keine Urmiberger-Kilbi mehr
Das Dorfleben dünnt weiter aus, 'Corona' hat viel dazu beigetragen
p. Der gesellschaftliche Wandel ist voll im Gange! Nach dem Lädeli-, dem Bäcker-, dem Metzger-, dem Schuhmacher-, dem Kleidermacher-, dem Bauern-, dem Banken-, dem Poststellen- und dem Wirtesterben geht es weiter mit dem 'Anlässe-Sterben'. Die Vereine jammern über Nachwuchs, lösen sich auf oder fusionieren, Sportanlässe werden wegen hoher Sicherheitsauflagen nicht mehr durchgeführt, die Kilbinen klagen unter Besucherschwund und sind nicht mehr das, was sie vor Jahren noch waren. Usw. usf. So verwundert es nicht, wenn Dörfer 'aussterben'. Man 'lebt' nur noch darin - möglichst allein... Zu den Traditionsanlässen in Seewen gehörte die Seebner Kilbi auf dem 'Seerüti'-Platz. Doch aus mangelndem Interesse wurde diese vor einem Dutzend Jahren 'beerdigt'. Es folgte anstelle das Seewen-Sunset-Sommernachtsfest auf dem Badi-Gelände. Das letzte fand 2018 statt. Ob es je wieder eines geben wird, ist fraglich. Jetzt vermeldet der 'Bote', dass ein weiterer Traditionsanlass zu Grabe getragen wird: die Urmibergerkilbi. Schöne Aussichten!

(Quelle: 'Bote der Urschweiz' vom 12. Oktober 2022.

Bildlegende:
Der Berg, der der Kilbi seinen Namen gab: der Urmiberg.




