06.01.2017 Über 30 Greifler in Seewen unterwegs
Seebner Greifler trotzten auf ihrem Umzug durch’s Dorf der eisigen Witterung
p. Die eisigkalte, dafür aber trockene Witterung war nicht gerade das, was sich die Greifler an Dreikönigen 2017 – dem 100jährigen Bestehen ihrer Gruppierung - wünschten. Dennoch oder gerade deswegen: auch heuer wieder war abends eine stattliche Zahl ‘uniformierte’ Mannen unterwegs, um mit ihrem produzierten ‚Lärm’ die bösen Geister und alles sonst Unerwünschte aus den typischen Greifler-Dörfern – also auch Seewen – zu vertreiben. Gestartet war der Trupp der Seebner Greifler mit ihren Chlopfen, Treicheln und Geisseln wie gewohnt bei der Sennhütte an der Steinerstrasse. Danach zog die Gruppe die bekannte Route entlang durch Seewen; Engibergweg – Bienenheimstrasse – Rössli-Unterführung – Badstrasse – Seewernstrasse – Milchstrasse – Chäsi-SBB-Unterführung – Bahnhof- und Dreilindenstrasse via Herrengasse auf den Schwyzer Hauptplatz. Dort trafen die Seebner/Engiberger auf die andern Greifler der Gemeinde sowie der Gastgruppen, um schliesslich dem ‚Plöder’ beim Dorfbrunnen beizuwohnen. Auf ihrem strapaziösen Weg unter der schweren Last der Chlopfen, Treicheln und Geisseln machten die Hirthemdenträger wie jedes Jahr da und dort ‚Marschhalt’. Gastgeber waren das Team des Gasthauses ‘Kreuz’ in Unterseewen, dann die Familie Weber an der Bahnhofstrasse und schliesslich noch die Familie Gramlich an der Dreilindenstrasse. Vor Jahren noch gab es für die Teilnehmer des Umzugs in jeder Seebner Gaststätte einen Gratis-Umtrunk! Doch mit dem ‚Beizensterben’ stirbt auch diese Tradition komplett aus… Bestand haben wird einzig der Brauch ‚Greiflet’ selbst, der immer wieder Nachwuchs findet. Damit verbunden bleibt die Hoffnung, dass das ‚Dreikönigs-Trychle’ der Kinder am Dreikönigstag-Morgen ebenfalls einen Weiterbestand findet.
Die nachstehenden Bilder entstanden alle in Unterseewen, wo der Tross der Greifler beim Gasthaus ‘Kreuz’ einen Halt einlegte.
Für Grossbild: Doppelclick!
Das Dreikönigsblättli 2017:
Bilder: Peter Rickenbacher



