23.01.2018 'Land unter' statt 'Schnee auf'
Nach heftigen Winden und Temperatur-Kapriolen folgt jetzt das Hochwasser
p. Ein Unglück kommt selten alleine! Nach den heftigen Winterstürmen mit Orkanböen um den Jahreswechsel kommt das Land nicht zur Ruhe. Heftige Niederschläge bei Temperaturen gegen 10 Grad Celsius und einer Schneefallgrenze bei weit über 1000 MüM haben zu sintflutartigen Verhältnissen geführt. Statt einer kompakten Schneelange in den Niederungen bei Temperaturen um den Gefrierpunkt – so war es genau vor einem Jahr - kämpft das Land jetzt gegen enorme Wassermengen. Das hat an einigen Orten bereits zu weiteren Schäden geführt, nicht nur in der Landwirtschaft. So ist das Strassennetz von Murgängen betroffen ebenso wie Häuser entlang von Bächen und Flüssen, die momentan ‚geflutet‘ werden. Zur aktuell angespannten Situation beigetragen haben nicht nur Regengüsse, sondern auch Schmelzwasser von den Bergen. Ein gutes Beispiel dafür ist der Lauerzersee, der von rund einem Dutzend regulären und ‚aussergewöhnlichen‘ Bächen gespeist wird und die Wassermassen nicht mehr zu fassen mag. Nun sucht der Flachsee sich Patz auf dem benachbarten Festland so, wie es auch der Abfluss ‚Seewern‘ tut. Eine nachhaltige Wetter- und Hochwasserentspannung ist momentan nicht angesagt, ist doch bereits für das kommende Wochenende wieder mit Niederschlägen zu rechnen.
Unsere Bilder vermitteln einige Impressionen vom Lauerzersee-Ausfluss beim ‚Barcarola‘, dann von der Seewern und vom Keller des betroffenen Gasthauses ‚Kreuz‘ in Unterseewen:
(Bild/er: Peter Rickenbacher)
Bericht "Bote" vom 23. Januar 2018:

Im 'Bote' vom 24. Januar 2018 wurde Rückblick auf die Geschehnisse im Gefolge der heftigen Niederschläge gehalten:

Unglaublich, dass im 21. Jahrhundert bei viel Regenfall Kanalisationswasser direkt in den Lauerzersee fliesst… In Lauerz ist dies leider so, denn bei einer gewissen Pegelhöhe funktioniert das Kanalisationssystem nicht mehr. Abhilfe würde ein Hochwasser-Entlastungsstollen bringen, der mithelfen könnte, Hochwassersituationen rund um den den Lauerzersee zu vermeiden. Aber bis es soweit ist, wird wohl noch mancher Kubikmeter Wasser die Seewern hinunterfliessen. Bekanntlich liegt eine Bürgerforderung nach einem solchen Stollen schon seit April 2006 auf dem Tisch der Schwyzer Regierung. "Gut Dinge will Weile haben."
Nachstehend der Artikel aus dem 'Bote' zum Kanalisationsproblem in Lauerz: (Quelle: 'Bote' vom 25.1.2018)











