03.06.2019 Das Sterben der Wirtschaften
Immer mehr traditionelle Gaststätten schliessen ihre Türen
p. Noch vor Jahren gehörte zur Grundausstattung jedes Dorfes in der Schweiz eine Kirche, ein Schulhaus, eine Wirtschaft, ein Beck, eine Metzgerei und eine Molki. Und auch eine Bankstelle gehörte dazu. Tempi passati! Das Leben in den Dörfern und Städten hat in den letzten paar Jahren einen gewaltigen Umbruch erlebt. Kein traditioneller Stein blieb auf dem andern. Kleingewerbetätige warfen aus allerlei Gründen das Handtuch, klassische Ein-Mann-Unternehmen sind zur absoluten Seltenheit geworden. Hauptursache für die Konzentration der Anbieter ist die Globalisierung, aber auch die Modernisierung. Traditionelles (Kunst-)Handwerk ist nicht mehr gefragt, preiswerte Massenware ist ‘in’. Zu den Leidtragenden des strukturellen Wandels gehören die traditionellen ‘Beizen’. Sie verschwinden landauf landab zu tausenden - auch im Kanton Schwyz. Auch wenn über die Gründe des ‘Wirtschaftssterbens’ diskutiert werden darf, am Schluss sind es immer Entscheidungen von Menschen, die keine Zukunft in der Fortführung des jeweiligen Betriebes mehr sehen. Ist dann irgendwann einmal zum letzten Mal ‘ufe-gstuehled’, kommt das Bedauern. «Man weiss erst, was man hat, wenn man es nicht mehr hat.» Eine (zu) späte Einsicht hilft dann halt oft nicht mehr, weil die ‘Beiz’ dann halt schon zu ist…
Im ‘Bote der Urschweiz’ wurde am 18. Mai 2019 ein entsprechender Artikel über die Situation in der Schweizer Gastronomie abgedruckt:





