23.08.2020 Bundesgeschützter Landschaft droht weiteres Ungemach
Die Kibag-Gruppe plant den weiteren offenen Gesteinsabbau am Urmiberg
p. Es geht um Geld, viel Geld! Die Kibag-Gruppe, die im ‘Zingel’ am Lauerzersee den dortigen Steinbruch betreibt, plant ein neues Kapitel. Obwohl die Lauerzersee-Gegend im Bundesinventar Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (BLN-Inventar) gelistet ist, soll in den nächsten Jahrzehnten das Steinbruchgebiet deutlich ausgeweitet werden. Schon 2008, als es um die aktuelle Ausbau-Etappe ging, wurden alle Hebel in Bewegung gesetzt (inkl. einem Gang ins Bundeshaus!), um eine Ausnahmebewilligung zum offenen Gesteinsabbau ins BLN-Gebiet zu erlangen. Mit diversen Zückerchen (z.B. Gründung einer Rekultivierungsstiftung) wurde schliesslich das Gemeinde-Stimmvolk ‘ins Boot gelockt’ und den ‘demokratischen Segen’ an der Urne geholt. Im neuesten Hausblättchen der Kibag-Gruppe «Splitt und Schotter Sommer 2020» wird über das Gute der Steinbruchbetreiber bzw. die Einsatzmöglichkeiten des kostbaren Seewer-Kalt geschrieben. So oder so wird das Volk auch bei der nächsten Ausbau-Etappe wiederum an die Urne gerufen.
Wie das Mythen-Gebiet, so ist auch der Rigi-Ausläufer ‘Urmiberg’ im BLN-Verzeichnis aufgeführt. Nur, die Ellen werden in diesen beiden Fällen völlig unterschiedlich gehandhabt! Während die ‘Hauptörtler’ von ‘ihren Mythen’ keinen Stein für einen kommerziellen Abbau hergeben würden, waren (und sind) die gleichen Leute der Meinung, dass der Urmiberg ‘geopfert’ werden dürfe…






