19.07.2016 Absichtlich Schilfgürtel zerstört
Das schöne Wetter zieht allerlei Gattung Menschen an den See, wo sich diese ‚entfalten‘
p. Er leistet nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung der Uferzone vor Erosion, sondern ist auch ein wichtiger Lebensraum für Vogel- und Fischartenarten. Gemeint ist der Schilfgürtel, der sich über weite Teile entlang von Uferzonen entfaltet. Der Bedeutung dieser Zone zwischen See und Ufer bewusst haben in den letzten Jahren verschiedene Vereine gegen das Verdrängen des Schilfes vor allem auf Seebner Seeseite gekämpft. Der Korberclub Lauerzersee wie auch der Quartierverein Unterseewen traten gegen die Verbuschung an und entfernten grünes und totes Gehölz, welches dem Schilf zusetzte. Dies alles in hunderten von Stunden Fronarbeit. Ueber die vergangenen zehn Jahre ist so ein fast durchgehendes Schilfband zwischen dem See-Ausfluss beim ‚Barcarola‘ auf der nord-östlichen Seeseite entstanden – unterbrochen einzig vom Badi-Gelände. Doch was letzten Sonntag geschah, das schmerzt und ist ein Hammerschlag auf die ehrenamtlichen Bemühungen der Naturfreunde. So haben im Abschnitt ‚Seemattli‘ zahlreiche ‚Nicht-Einheimische‘ auf der Wiese entlang des Sees ihre Badeutensilien ausgebreitet und einige fröhliche Stunden verbracht. Das an sich ist nicht strafbar. Dass sie aber zwecks freiem Zugang zum See an zahlreichen Stellen einfach das Schilf abschnitten und so Schneisen in den Schilfgürtel schlugen, das ist mehr als verwerflich! Denn ist erst einmal ein solcher ‚Pfad‘ ins Schilf geschlagen, werden die Röhrlinge schnell zertrampelt. Dann braucht es Jahre, bis das Schilf wieder seine ursprüngliche Grösse erreicht hat. Gestoppt werden kann solches Tun einzig, indem an diesen sensiblen Stellen klar sichtbare Info- bzw. Verbotstafeln aufgestellt werden mit Piktogrammen und verdeutlicht in möglichst vielen Sprachen. Für die Uferzone zuständig ist die jeweilige Gemeinde, das stehende Gewässer ist Eigentum des Kantons.
Foto/s: Peter Rickenbacher
Die Meldung des zerstörten Schilfgürtels schreckte nicht nur die Leserschar auf, sondern auch die Behörde. Obwohl absehbar war, dass es früher oder später zu Beschädigungen der sensiblen Uferzone durch Nicht-Einheimische kommen wird, wurde bis dato nichts unternommen. Dies, obwohl der Einwohnerverein bei der letzten grossangelegten Lauerzersee-Uferreinigung im Jahre 2004 (siehe Dorfnews vom 4.5., 18.5. und 1.6.2004) die Behörde darum bat, Informationstafeln rund um den See anzubringen. Ein weiteres Problem nämlich ist das Littering, gegen das nur mit Sofortbussen ('Ertappung auf frischer Tat') vorgegangen wird. Jedenfalls, jetzt erst sieht die Behörde Handlungsbedarf...
Nachstehend die Reaktion der Aemter auf den Vorfall, zu lesen im 'Bote' vom 27.7.2016:
Bereits zwei Tage nach der Zerstörung des Schilfgürtels liess die Gemeinde papierene Plakate aufhängen, die aber nur einige Stunden hingen. Die Witterungsverhältnisse an den Gestaden des Sees setzten der gut gemeinten Aktion ein schnelles Ende... Es hätte schon 'schwereres Geschütz' sein müssen (z.B. Tafeln aus Aluminium, Blech usw.).
18.07.2016 Arbeiten am Viadukt im '16ni' kommen planmässig voran
Gemeinde Schwyz informiert die Anwohnerschaft über den Stand der Sanierungsarbeiten am ‚16ni‘-Viadukt
p. Rund vier Monate nach Aufnahme der Sanierungsarbeiten am SBB-Uebergang im Gebiet ‚16ni/Wintersried‘ (Dorfnews vom 7.3.2016) informiert die Gemeinde Schwyz erneut auf dem Zirkulationsweg über den Stand der Arbeiten. Und die Zwischenbilanz: alles im grünen Bereich! Sofern keine gravierenden Ueberraschungen auftreten, können die Arbeiten termingerecht bis Ende November 2016 abgeschlossen werden, heisst es im Infoschreiben. Aufgefallen sind die bisherigen Arbeiten einzig, weil es zeitweise recht laut wurde. Ein weitere Feststellung: die Verkehrsfrequenzen auf der Seewernstrasse sind – wegen der Totalsperrung des Viaduktes – deutlich zurückgegangen. Der Verkehr von und nach der Gewerbezone ‚Muota‘ bei Ibach wickelt sich nun mehrheitlich via Franzosen-/Bahnhofstrasse ab, genauso, wie es die Planer wollten.
Mit diesem Infoschreiben orientiert das kommunale Tiefbauamt über den Stand der Arbeiten:
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Nachfolgende Bilder vermitteln einige Impressionen von der Grossbaustelle in Unterseewen (alle aufgenommen sonntags, wo nicht gearbeitet wurde!):







