05.05.2018 Künftig viel langsamer durch die Zentren
Als eine der letzten Gemeinden stellt Schwyz ein Geschwindigkeitszonen-Konzept vor
p. Vor einem Vierteljahrhundert nahm die Hauptortgemeinde viel Geld in die Hand, um ein flächendeckendes Verkehrskonzept auszuarbeiten. Darin eingeschlossen waren Fragen um die künftige Verkehrsführung, neue -regimes, Parkplatzsituation im Gemeindegebiet, Fussgängerführung und neue Strassen. Die gut gemeinte Idee blieb danach weitgehend schubladisiert, der Gemeinderat setzte hieraufhin andere Prioritäten, die Verkehrsfrage wurde nur beiläufig weiterverfolgt. Auf diesem Hintergrund ist zu verstehen, weshalb beispielsweise eine Eingabe des damaligen Einwohnervereins von Seewen, auf gewissen Strassenzügen in Seewen temporeduzierende Massnahmen vorzukehren, nicht umgesetzt wurde. (Tempo 30 in Unterseewen – Eingabe November 1992, Umsetzung Sommer 2011!). Doch die Zeit blieb nicht stehen. Der Gemeinderat wurde mehrmals neu konstituiert, und auch die Verkehrsmenge ist nicht mehr dieselbe wie in den frühen 1990er-Jahren. Jetzt hat der Kommunalrat das Thema wieder auf das Pflaster gebracht, er sah in der Verkehrsfrage Handlungsbedarf. So präsentierte er anfangs Woche ein flächendeckendes Geschwindigkeitszonen-Konzept, mit welchem künftig die Verkehrssicherheit gesteigert und die Wohnqualität im besiedelten Gebiet angehoben werden kann. Die Bevölkerung hat nun Gelegenheit, hierzu bis 18. Juni Stellung zu beziehen und allfällige Anregungen einzubringen. Sofern dies keine grossen Diskussionen auslöst, möchten der Gemeinde- wie auch der Bezirksrat das Konzept im Herbst 2018 in Kraft setzen.
Der ‘Bote’ schrieb über das jüngste ‘Kind’ der Planungsbehörde am 2. Mai 2018 wie folgt:
Bildlegende: Ein fast 20-jähriger Wunsch der Bürger ging 2011 in Erfüllung: eine ‘Zone 30’ in Unterseewen. Die Behörde sah es damals als nicht nötig, verkehrsberuhigende Massnahmen auf dieser 50 km/h-Quartierstrasse vorzukehren. Beim aktuellen Verkehrsaufkommen mit über 6000 Fahrzeugen täglich und einem grossen Schwerverkehrsanteil ist es nicht mehr nachvollziehbar, weshalb die Behörde so lange ‘bockte’…






