05.04.2024 Ausbau Bahnhofstrasse schafft neue Probleme
Die Trennung von Seewen schreitet weiter voran, immer mehr Verkehr durch das Dorf statt rum-herum
p. Vor bald zwanzig Jahren wurde erstmals davon gesprochen, jetzt ist es soweit: der Kanton beginnt mit dem Ausbau der Bahnhofstrasse. Zwischen dem 'Acherli'-Kreisel und der Kreuzung 'Mythenblick' soll die Strasse in den nächsten Jahren verbreitert werden. Die Kritik an diesem Millionenprojekt liess schon damals nicht auf sich warten. Zur Hauptsache wurde ins Feld geführt, dass die Wohnqualität im Herzen von Seewen weiter leide und ein Strassenausbau zwangsläufig mehr Verkehr generieren werde. Doch die - weit weg wohnenden - Planer sehen dies anders: eine breitere Strasse würde den Verkehrsfluss verbessern, was im Interesse der Anwohner sei. Gebaut werden jetzt die ursprünglichen Pläne. Der Kanton hat Vorarbeit geleistet und in den letzten Jahren Bahnhofstrasse-nahe Gebäude und Land aufgekauft, um so Platz für das Mammutwerk zu schaffen. Aussen vor bleibt bisher eine Lösung für den Langsamverkehr (Velos, Fussgänger). Fussgänger beispielsweise, die die Strasse beim Bahnhof queren, stoppen jedes Mal den Verkehrsfluss... Der damalige Einwohnerverein wies die Planer auf die vielen neuen Problemfelder einer Strassenverbreiterung hin und brachte seinerseits eine Lösung auf den Tisch: einen Dorfumfahrungstunnel durch den Urmiberg, quasi eine südliche Umfahrung von Seewen. Der Regierungsrat und die Staatsplaner hielten nichts von den hehren Plänen der Bürgerbewegung und zerpflückten die Tunnel-Idee.
Damit ist Seewen wohl das einzige Dorf in der Zentralschweiz, welches eine gegenteilige Entwicklung zu andern Ortschaften verpasst bekommt. Denn in Orten wie Rothenthurm, Sisikon, Küssnacht, Vitznau und in Ausserschwyz oder Städten wie Zug und Luzern wird geprüft, wie der Verkehr aus den Zentren geführt und durch Tunnels geleitet werden könnte...
Nachstehend die Publireportage, welche der Kanton am 5. April 2024 im Vorfeld des Baustartes im 'Bote' abdrucken liess:
26.03.2024 Drei Deponien auf Seebner Hoheitsgebiet ausgeschieden
Der Kanton sichert sich Deponien für unverschmutzten Aushub bis ins Jahr 2041
p. Die Bauwirtschaft im Kanton Schwyz boomt. Einher fällt daher Aushubmaterial an, das 'irgendwo' gelagert werden muss. Dieses 'Problem' hat der Kanton Schwyz nun 'gelöst'. Unter dem Titel 'Schwyzer Deponieplanung 2023' hat das kantonale Umweltdepartement allerlei mögliche Deponiestandorte selektioniert. Diese hat der Regierungsrat nun mittels Richtplaneinträgen 'gesichert'. Für den Raum Seewen heisst das, dass inskünftig nebst der bestehenden Deponie im 'Zingel' neu auch im 'kantonalen Forstgarten' und im 'Engiberg' Platz freigehalten wird, wo dereinst sauberes Aushubmaterial gelagert werden soll.
Details dazu unter www.sz.ch
Bildlegenden:
Im 'Bote' vom 26.3.2024 wurde über die Pressekonferenz vom 25. März in Sattel wie folgt informiert:
Auf der Deponieplanungskarte erkennbar: die drei Standorte im Raum Seewen:
Hier der Link zum Bericht des Kantons Schwyz









