23.03.2019 'Ums-verreckä' wird am Ausbau der Bahnhofstrasse festgehalten
An der Idee eines weiteren Ausbaus der Verkehrsachse mitten durch Seewen halten die kantonalen Planer weiter fest
p. Sisikon soll umfahren werden, Rothenthurm ebenfalls, in Gersau wird die Seestrasse (Kantonsstrasse) von Tempo 50 auf 30 herunterbeschildert – landauf landab werden verkehrsgeplagte Dörfer beruhigt. Nur in der Schwyzer Filiale Seewen, dort planen die staatlichen Planer anderes. Um eine brach liegende Liegenschaft (gemeint ist das Areal des ehem. Zeughauses) wiederzubeleben, müssen Menschen und mit ihnen Häuser weichen. Da wird keine Rücksicht genommen auf gewachsene Strukturen, die es eigentlich zu erhalten gilt. Denn die Häuser, die geben den Ortschaften Gesichter, schaffen Identitäten, sind ‘Heimat’. Doch das alles ist nicht von Bedeutung, wenn es um Kommerz geht. Deshalb ist nicht anders zu verstehen, weshalb ‘ums-verreckä’ die Erschliessung des Zeughausareals mitten durch das Dorfzentrum geplant wird. Denn: seit dem 11.4.2006 liegt eine ‘pfannenfertige’ Lösung eines Dorfumfahrungstunnels durch den Urmiberg vor, die nicht nur die Verkehrsproblematik lösen würde. Auch andere Problemfelder würden mit einem Tunnel auf einen Schlag vom Tisch gefegt. Doch leider, leider verschliessen sich die Staatsplaner immer noch davor, weil die Idee eben nicht aus ihrer Küche (lies teuer bezahlten Planungsbüros) stammt…
Die Meldung, dass der Kanton Schwyz nun das Traditionshaus ‘Schwyzerhof’ gekauft hat, ist ein weiterer Puzzlestein, um den Ausbau der Bahnhofstrasse realisieren zu können. Doch noch ist nicht aller Tage Abend! Vielleicht überholt die Technik die (gescheiten) Staatsplaner, und wir brauchen einen Ausbau der Strassen gar nicht mehr.
Nachstehend die Hiobsmeldung aus dem ‘Bote der Urschweiz’ vom 22.3.2019:

Prägen das (jüngere) Dorfbild bzw. stellen Dorfgeschichte dar: der ‘Schwyzerhof’ (links) sowie das Bahnhofgebäude (rechts). Genau in der Mitte soll ein Grosskreisel geschaffen werden. Doch noch sind seeeehr viele Fragen offen. Unklar beispielsweise ist, wie der ganze Langsamverkehr (vor allem Fussgänger) von Oberseewen zum und vom Bahnhof geführt werden soll. Nur schon diese Frage zog viele Einsprachen nach sich…
Am 30. März 2019 liess der 'Bote der Urschweiz' eine weitere 'Bombe platzen': er wusste der Leserschaft zu berichten, dass der Kanton Schwyz bzw. das zuständige Tiefbauamt vom 'Kristall'-Eigentümer rund 70 Quadratmeter Land erworben hat. Dies, um damit die Verbreiterung der Bahnhofstrasse zu ermöglichen. Somit werden Fakten geschaffen: eine weitere Verbreiterung der erkehrsachse mitten durch Seewen wird immer wahrscheinlicher. Statt eine Umfahrung um das Dorf zu planen und zu realisieren wird weiter auf eine Trennung des Dorfes hingewirkt. Ob das der richtige Weg ist?
Nachstehend die entsprechende Meldung:
22.03.2019 Ein halbes Leben lang jeden Tag für die Gäste da
Mit dem Wegzug des Seebner Urgesteins und Dorfhistorikers schliesst auch das Gasthaus ‚Kreuz‘ vorderhand seine Türen
Er ist einer der letzten seiner Gattung, der Seebner Gastwirt Peter Rickenbacher. In vierter Generation führt er den wohl bekanntesten Schwyzer Traditionsbetrieb mit Herzblut: das ‚Kreuz‘ in Seewen. Doch nicht mehr lange: am 30. Mai ist das ‚Kreuz‘ seit seiner Wiedereröffnung am 13. Jänner 1992 exakt 10‘000 Tage nonstop für die Gäste geöffnet gewesen.
p. „Im April werde ich 55-jährig, bin dann 40 Jahre im Gastgewerbe tätig, habe das ‚Kreuz‘ exakt die Hälfte meines bisherigen Lebens betreut und dabei nebst viel Gfreutem die letzten Jahre auch viel Negatives erlebt.“ Rickenbacher zieht Fazit: „Es ist Zeit zu gehen. Andere sollen es besser machen“. Was fast unglaublich tönt ist kein April-Scherz: der ‚Herzblut-Seebner und Leidenschafts-Gastronom‘ verlässt den Kanton Schwyz. Für abertausende von Gästen aus nah und fern ist die Ankündigung eine Schreckensmeldung. Grossväter feierten vor 80 Jahren schon ihre Kommunion bei den Vorfahren des ‚Kreuz‘-Wirtes, junge Päärli zu Weihnachten ihr Verlobungsessen und Heimwehschwyzer ihre Erinnerungen an die Kollegi- und Schulzeit. „Und jetzt soll mit diesem Familienbetrieb Schluss sein?“ meint etwa Wysel Inderbitzin vom nahen ‚Lützli‘, der mit 92 Jahren rüstige Rentner, der mehr als nur einmal in der Woche im ‚Kreuz‘ einkehrt.
Veränderte Gästegewohnheiten
Mit dieser Meinung gehört der Bergbauer aber ebenfalls zu einer aussterbenden Spezie – wie der Beruf ‚Gastwirt‘ auch. „Traurig müssen mein Team und ich feststellen, dass sich in den letzten zwei Jahrzehnten sehr viel verändert hat. Es fehlen fachkompetente Mitarbeiter/innen, die willens sind, zu jeder Tages- und Abendzeit für die Gäste da zu sein. Auch ist das Ausgeh-Verhalten der jungen Generation ein völlig anderes als noch vor 20 Jahren.“ Rickenbacher weiter: „Das gemütliche Zusammensitzen bei Speis und Trank ist out, in ist die Schnell-Verpflegung, wenn möglich noch im Stehen. Auf diesen Zug aufsteigen, das wollen wir nicht. Die historischen Räumlichkeiten lassen dies auch kaum zu.“. Am 30. Mai ist die Tür zum ‚Kreuz‘ zum letzten Mal geöffnet. Danach geht das Haus in längere ‚Betriebs- und Renovationsferien‘. Was danach mit dem Traditionshaus passiert, ist noch offen. Entscheiden tut die Eigentümerschaft. Der Wirt zieht mit einem Teil des Teams in den Kanton Obwalden. Dorthin, auf den Glaubenberg, wurde er gerufen, der ‚Gastgeber der alten Schule‘. Seine Aufgabe: ein Ausflugs-Berghotel wieder auf Vordermann zu trimmen. „Mein Team und ich freuen uns auf die neue Aufgabe in paradiesischer Umgebung!“
Schliesst nur noch wenige Wochen das für seine
Poulet-Spezialitäten sehr weit herum bekannte
Traditionshaus Kreuz in Seewen auf: Gastwirt Peter Rickenbacher.
Hat bereits erste konzeptionelle Aenderungen unter
Leitung des Seebner Gastwirtes erfahren: das Berghotel
‚Langis‘ weit oberhalb Sarnen. Der Schwyzer Wirt und
der Eigentümer des Berghotels, Stephan Thalmann,
freuen sich auf eine Zusammenarbeit.
Im 'Bote der Urschweiz' vom 23. März 2019 schaffte es die Meldung
auf die 'LETZTE' Seite. Jetzt wissen es die Gäste aus nah und fern,
dass der'Kreuz'-Wirt seinen Betrieb bald 10'000 nonstop geöffnet hatte!










