14.02.2019 UKB wollte Filialen schliessen, Politiker riefen zum Halali
Die Geschäftsleitung der Urner Kantonalbank hat die Rechnung ohne die Parteistrategen gemacht
p. Ja, im Kanton Schwyz ticken die Uhren anders als im Kanton Uri. Im ersteren hat die Geschäftsleitung der Schwyzer Kantonalbank vor Jahren eine erste Runde von Filial-Schliessungen hingekriegt, sanktioniert vom Schwyzer Volk. Dieses musste - dank einer Volksinitiative einiger Privater - an der Urne über das Bankenstellensterben entscheiden. Und: das Volk versetzte vier Filialen den Todesstoss (darunter Seewen). Seitdem macht es die Post nach und schliesst ebenfalls zahlreiche Filialen (darunter auch Seewen). Das Dorfleben-Sterben hat so richtig an Fahrt gewonnen. Das Volk wollte und will es so.
Ganz anders sieht das im Nachbarkanton Uri aus. Dort hat die Geschäftsleitung der Staatsbank ebenfalls entschieden, zahlreiche Filialen zu schliessen. Sie ging forsch voran und informierte die politische Elite nur einen Tag vor der Oeffentlichkeit. Das hat nun einen heftigen Sturm ausgelöst. Unter Federführung der SVP muss die Bankleitung nun heftigen Widerstand einstecken. Denn die Urner Parteistrategen fürchten um die Ausblutung ihrer Orte…
Und die Moral von der Geschicht? Für den Schliessungsentscheid werden im Nachbarkanton «neben der betriebswirtschaftlichen Sicht auch die gesamtvolkswirtschaftliche Sicht einbezogen», was im Kanton Schwyz offenbar nicht der Fall war. Denn nach wie vor: eine Bank gehört in jedes Dorf!
Nachstehender Artikel verweist auf den ‘Marschhalt’ im Nachbarkanton Uri:
Trotz hervorragender Zentrumslage: das Schwyzer Volk
stimmte an der Urne darüber ab, dass die Filiale der
Staatsbank hier in Seewen geschlossen werden durfte.
11.02.2019 Ueber 21 (!) % Raser auf der Seewernstrasse
Monat für Monat, Radarmessungen in der ‚Zone 30‘ in Unterseewen
p. Das ist bisheriger Rekord! Am 8. Februar 2019 wiederholte sich das immer und immer wieder gleiche Bild – das Radarblitz-Bild von fehlbaren Automobilist/inn/en in Unterseewen. Rund einen Monat nach der letzten Radar-Tempomessung auf der Seewernstrasse tat dies die Kantonspolizei am 8. Februar wieder. Sie stellte ein mobiles Radar-Messgerät der neuesten Generation auf. Gemessen wurde das Tempo der Verkehrsteilnehmer vormittags um 9 Uhr während rund einer Stunde, und zwar unmittelbar neben dem ‚Kreuz‘ in Fahrrichtung Süden, gen Ingenbohl. Bei eisigen Verhältnissen und stahlblauem Himmel wurden in der gemessenen Zeit 95 Durchfahrten kontrolliert, in die Blitz-Falle tappten exakt 20 Automobilist/inn/en, weil sie zu schnell als die erlaubten 30 km/h fuhren. Das macht einen Prozentsatz von 21,05 % aus – ein neuer Rekordwert! Der schnellste Verkehrsteilnehmer wurde mit 44 km/h geblitzt, bei glatter vereister Fahrbahn!
Die aktuellste Tempomessung bestätigt die altbekannten Fakten: der Prozentanteil Raser ist in der Unterseebner ‚Zone 30‘ im Vergleich zu andern Strassenabschnitten mit ebenfalls ‚Tempo 30‘ viel zu hoch. Wird in einer Zone 30 generell regelmässig über 10 Prozent zu schnell gefahren, sind bauliche Nachrüstungs-Massnahmen nötig, wie es in einer Anordnung des Bundes heisst. Der Quartierverein Unterseewen&Seewernstrasse (QUS) reklamierte schon bei der seinerzeitigen Umsetzung der ‚Tempo 30‘-Zone im Jahr 2011, dass die angebrachte Signalisierung und die baulichen Massnahmen ungenügend seien und ihre Wirkungen nicht voll ausschöpfen können. Doch auf eine Nachrüstung, also acht Jahre seit Einführung des 30ers, warten die Anwohner/innen entlang der Seewernstrasse immer noch…
Neuer Rekord mit einer Uebertretung von 21,05 % Raser: in
Unterseewen halten sich noch lange nicht alle motorisierten
Verkehrsteilnehmer/innen an die vorgeschriebene Geschwindigkeit.
(Archivbild)






