08.08.2018 Beissende Flöhe in warmen Gewässern
Die angenehmen Wassertemperaturen begünstigen die Verbreitung eines lästigen Parasiten
p. So angenehm die warmen Wassertemperaturen auch sind, nicht alle freuen sich darüber! Denn wer Pech hat, der wird im Wasser von Entenflöhen gebissen, die man von Auge fast nicht erkennt. Erst piesaken die Parasiten durch Juckreiz, dann bilden sich an der Bissstelle so genannte Quaddeln. Man nennt die ‚Krankheit’ dann ‚Badedermatitis’. Sie wird durch das Eindringen von in Wasser vorkommenden Larven von Saugwürmern – genannt Zerkarien – in die Haut verursacht. Diese Larven befallen normalerweise bestimmte Vögel und Schnecken, auf denen sie dann leben. Die Eier der Saugwürmer werden mit dem Kot und Urin ausgeschieden. Wasserschnecken dienen den Larven als Zwischenwirte. Anschliessend befallen sie wieder Vögel. Die Larven bohren sich in den Epidermis, wo sie absterben, da sie die Basalmembran (Haut) nicht durchdringen können. Die erwähnte Badedermatitis ist eine vorübergehende Hautkrankheit, die Allergien auslösen kann. Glücklicherweise ist die Krankheit in der Regel harmlos. Typische Symptome sind: anfangs schwer lokalisierbarer Juckreiz, dann binnen 24 Stunden stark juckende Blasen (befallen sind vor allem Beine, Arme, Thorax und Hals), Maximum der Beschwerden am zweiten bis vierten Tag, danach Abheilen nach zwei bis drei Wochen ohne bleibende Schäden. Bei wiederholt Befallenen verstärken sich die Symptome und halten länger an. Zur Behandlung der Juckstellen empfehlen Aerzte Antihistaminika, Zink-Lotionen und Kortison-Salben. Letztmals in grösserem Umfang traten die ‚Entenflöhe’ im Lauerzersee im ‚Jahrhundertsommer 2003’ und dann 2012 wieder auf. Präventiv gibt es kaum Mittel, um nicht von den Parasiten befallen zu werden. Fachleute empfehlen, nach dem jeweiligen Bad in warmen Naturgewässern gut zu duschen und sich gründlich abzutrocknen.
Auftreten tun die kleinen Tierchen vor allem in flachen Gewässerzonen mit reichlichem Pflanzenbewuchs. Der Lauerzersee ist wegen seines tiefen Pegelstandes hierzu geradezu prädestiniert…
30.07.2018 Roter Mond begeisterte auch Seebner/innen
Nur selten fällt der Mond total in den Kernschatten der Erde
p. Die Voraussetzungen hätten besser nicht sein können: warme Temperaturen und ein wolkenfreier Himmel. Die per 27. Juli angesagte Mondfinsternis hielt, was sie versprach und begeisterte die Menschen hüben wie drüben. Denn dass der Mond komplett in den Kernschatten der Erde tritt, das kommt nicht alle Tage vor. Gesprochen wird dann vom Blutmond, weil er rötlich am Himmel leuchtet.
Nicht nur in Seewen und anderswo, sondern auch im Regionalblatt Bote der Urschweiz fand das Naturschauspiel Beachtung:
Nach der totalen Mondfinsternis spiegelte sich der
Trabant wie gewohnt in hellem Weiss im Lauerzersee.







