28.05.2018 'Beizen' werden Mangelware
Der gesellschaftliche Wandel erfasst auch das Gastgewerbe, das immer neue Opfer fordert
Noch vor zwei Jahrzehnten bildeten eine Kirche, ein Schulhaus, eine Poststelle, eine Bank, ein ‘Tante-Emma-Lädeli’ mit Molkerei und Bäckerei sowie einige Gaststätten eine Dorfgemeinschaft. Diese wurde umsäumt von Landwirtschaftsbetrieben, welche die Nahrung für die Dorfbevölkerung produzierten. Tempi passati. Die gesellschaftlichen Veränderungen – vor allem die mobile Erreichbarkeit – haben das Leben stark beeinflusst. Heute spielt sich vieles digital ab. Das hat Auswirkungen, vor allem auf das traditionelle Gewerbe und das Handwerk. Und den Zusammengehörigkeitsgedanken. Das so genannte Feierabendbier wird nicht mehr eingenommen, die Beizen verlieren Kundschaft und damit Umsatz, den sie zum Ueberleben benötigen. Das ist die eine Seite der Medaille. Die andere Seite, welche momentan einen sehr starken Einfluss auf Sein oder Nichtsein auf das traditionelle Gastgewerbe ausübt, ist der fehlende Nachwuchs und der Fachkräftemangel. Wer schon will eine Herkulesaufgabe annehmen, wo es doch so viele bequeme Bürojobs gibt? Statt in einer heissen Küche zu fast jeder Tages- und Nachtzeit zu stehen und die (manchmal fast unmöglichen) Wünsche der Gäste zu erfüllen begehen Herr und Frau Schweizer lieber den «akademischen Lebensweg». Will heissen: die «Knochenarbeit» überlässt man andern, man nimmt Jobs an, die einem körperlich kaum fordern…
Was das Desinteresse an Gewerbeberufen schliesslich bewirkt, das hat jüngst die Fachpresse wieder einmal aufs Tapet bzw. den Stammtisch gebracht. Es geht um das Thema Beizensterben. Hüben wie drüben schliessen Gaststätten für immer die Türen. Es folgen Umnutzungen, was wiederum Auswirkungen auf das Dorfleben hat. Ein Teufelskreis.
25.05.2018 Ein-Blick in die Schwyzer Kulturgüter
2018 ist das europäische Jahr der Kulturgüter, mit welchem die Menschheit für das Kulturerbe sensibilisiert werden soll
p. Das Schwyzer Kulturwochenende 2018 vom 21./22. April gehört der Vergangenheit an. Doch noch lange nicht Geschichte ist das aktuelle Jahr 2018, welches zum Jahr der europäischen Kulturgüter erklärt worden ist. Immer wieder finden kulturelle Anlässe statt, zu welchen die Bevölkerung eingeladen werden. Eines der Ziele dabei ist die Sensibilisierung für Althergebrachtes. Eine der Veranstaltungen ist aktuell die Oeffnung zu den so genannten Herrenhäusern von Schwyz, von denen es rund 40 Stück gibt. Am 26./27. Mai haben Interessierte die Möglichkeit, einen Blick hinter die dicken Mauern von solchen, die Landschaft prägenden Kulturgütern zu tun. Aktuell können die Häuser Immenfeld in Rickenbach und Reding in Schwyz bestaunt werden. Allerdings musste man sich vorgängig dazu anmelden.
Nachstehend einige Infos zu den Tagen der offenen Herrenhaus-Pforten in unserer Gegend:
(Quellen: Bote der Urschweiz und Gmeindsposcht)

In Seewen gibt es nur ein eigentliches Herrenhaus,
das Haus Hirschen/Bättig in Unterseewen. Dieses
wird zurzeit sehr umfassend saniert, bis spätestens
Ende Jahr soll das Baugerüst entfernt sein.







