04.03.2018 Ein Parkverbot statt Hochwasserlösungen
Wegen möglicher weiterer Gewässerverschmutzungen drängte die Behörde auf ein Parkverbot auf einem privaten Parkplatz
p. Kaum ein Parkplatz in der Zentralschweiz wird derart oft fotografiert wie jener westlich des ‘Barcarola’ beim Autobahnanschluss in Seewen. Der Grund dafür ist einfach: in regelmässigen Abständen steht er unter Wasser, im Gefolge von Hochwasser aus dem angrenzenden Lauerzersee. Erst im Januar wieder gingen Bilder um die halbe Welt, die zeigten, dass einige darauf geparkte Autos im Wasser standen. Dies nahmen die Gemeinde und der der Kanton nun zum Anlass, Remedur zu schaffen. Sie hatten die leidigen Bilder satt und schritten ein. Ihr Tun begründete die Behörde damit, dass geparkte Autos eine Gewässerverschmutzungsgefahr für den nahen See darstellten… (Siehe Dorfnews vom 28.1.2018!)
Jetzt hat die ganze Aktion ihren Höhepunkt erreicht: der Besitzer der Parzelle hat einem amtlichen Parkverbot für ‘Unerlaubte’ zugestimmt, wie der ‘Bote’ am 1. bzw. 2. März 2018 berichtete:
Ungeachtet dieser jüngsten Massnahme laufen die Verkaufsverhandlungen über das ‘Barcarola’, welches seit Jahren geschlossen ist, weiter. Die Transliq AG Bern/Zürich als Konkursverwalterin steht mit noch rund einer Handvoll Interessenten in Verhandlungen. Je nach Ergebnis wird die neue Eigentümerschaft des ‘Barci’ ihrerseits Nutzungsverhandlungen bezüglich des nebenstehenden Parkplatzes führen müssen.
25.02.2018 Hochwasserschutz um den Lauerzersee droht zu 'verlanden'
Eineinviertel Jahre nach Präsentation der möglichen Lösungsvarianten gegen Lauerzersee-Hochwasser sind die Staatsstellen kaum weitergekommen
p. Recht euphorisch hatte die Regierung im Dezember 2016 in Lauerz die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie der vom Kantonsrat geforderten Lösungsansätze zur Vermeidung von Hochwasser rund um den Lauerzersee präsentiert. Doch schon damals wurde schnell klar: es war nur eine halbfertige Präsentation. So beispielsweise wurde bemängelt, dass ein Umweltverträglichkeitsbericht fehle, der als weiterer Basisstein zur Lösungsfindung zwingend vorhanden sein müsse ebenso ein Wehrreglement für den See, da die favorisierte Lösung – ein Längsstollen zwischen ‘Barcarola’ und ‘16ni’ – Auswirkungen auf den Pegelstand des Sees und der Seewern habe. Für diese Zusatzelemente (nebst der Machbarkeitsstudie) aber fehlte Geld. Das hat die Regierung nun offenbar gesprochen. Denn seit letztem Herbst wurden die entsprechenden Aufträge an Fachbüros verteilt. Dies und über den Stand der nun aktuellen Planung wusste der ‘Bote der Urschweiz’ am 23.2.2018 zu berichten:
Bild:
Obwohl seit 11.4.2006 ein ‘pfannenfertiges’, von einer Bürgergruppierung
eingereichtes Hochwasserschutzprojekt vorliegt, geht es auf dem behördlichen Weg
kaum vorwärts. So durften erst vor wenigen Wochen wieder Gewässer-Angrenzer
mit Hochwasser kämpfen. Dies, obwohl Artikel 76 der Schweizerischen Bundesverfassung
die Kantone beauftragt, Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor Hochwasser zu treffen…
(Siehe letzte Meldung zum Thema vom 14.12.2016)








