28.01.2018 Prioritäten am richtigen Ort?
In eigener Sache:
Während Hochwasserphasen läuft das Lauerzer Abwasser direkt in den Lauerzersee, doch auf Abhilfe wird man wohl noch Jahrzehnte warten müssen
p. Wenn Privatpersonen ihre Autos auf privaten Plätzen nahe des Lauerzersees hinstellen, dann wird diesem Tun ein Riegel geschoben – falls dadurch eine ‚Gewässerverschmutzung‘ droht. So jüngst geschehen beim ‚Barcarola‘ westlich von Seewen. Der ‚Bote der Urschweiz‘ nahm den ‚vermuteten Tatbestand‘ zum Anlass, gleich mehrmals und teils recht ausführlich darüber zu berichten. (Siehe nachstehendes Foto). Der Arm der Justiz wird die ‚Sündigen‘ zur Rechenschaft ziehen. Denn zweifellos ist das Abstellen von privaten Fahrzeugen auf einem privaten Parkplatz ein schweres Vergehen…
Wenn aber ein von Menschenhand gebautes Kanalisationssystem eines Dorfes bei Hochwassersituationen kollaboriert und dann die ganze Schei… in den nahen Lauerzersee geleitet wird, dann ist das halt so. Gewässerverschmutzung hin oder her! Passieren tut in einem solchen Fall nichts. Und Lösungen – sind auch keine in Sicht.
- Doch, eine solche wäre schon seit 2006 vorliegend. Würde nämlich der Hochwasser-Entlastungsstollen (vom ‚Barcarola‘ bis zur ‚Reithalle 16ni‘) realisiert, dann käme es nicht mehr zu Ueberschwemmungen rund um den See. Zur Freude auch des Lauerzer Kanalisationssystems, das dann nicht mehr kollaborieren würde…
Das von einer Bürgergruppe präsentierte Projekt eines Stollens/Tunnels durch den Urmiberg weist noch andere Vorteile auf. So bekäme das Dorf Seewen eine Umfahrung, und auch die viel zu hohen Lärmwerte in Unterseewen würden damit eliminiert. (Siehe das Dossier unter Archiv, Dorfnews, 11.4.2006).
Leider sind weitsichtige Lösungen heute nicht gefragt. Lieber drückt man an den ‚Schaltstellen‘ die Augen zu und wartet, bis das Hochwasser sich wieder zurückgebildet hat. Tja, in den Schwyzer Büros bleiben die Stühle halt immer trocken…
Nachstehend das vorerwähnte Thema ‚Gewässerverschmutzung Lauerzersee‘ aus dem ‚Bote‘:
Hochwasser in regelmässigen Abständen – und keine staatliche Lösung in naher Zukunft: die Häuser um den Lauerzersee und entlang der Seewern werden auch in den nächsten zehn Jahren immer wieder geflutet, weil das ‚offizielle Schwyz‘ andere Prioritäten setzt.
25.01.2018 Altes Bauernhaus vor 'Entsorgung' gerettet
Auf private Initiative wird ein typisches Schwyzer Bauernhaus rückgebaut und wenige hundert Meter entfernt wieder aufgebaut
p. Sie waren über Jahrhunderte Landschaftsbild-prägend, die hölzernen Schwyzer Bauernhäuser. Jetzt sieht man diese Kulturgüter nur noch selten. Sie müssen Neubauten weichen. Ein solcher Neubau entsteht bekanntlich auch im ‚16ni‘ ausgangs Seewen Richtung Ingenbohl dort, wo die Victorinox-Gruppe ein europäisches Logistik-Zentrum realisiert. Auf die Abbruch-Pläne des alten Bauernhauses aufmerksam wurde ein Ur-Seebner, der sofort mit Victorinox-Chef Carl Elsener einig wurde: das Haus soll rückgebaut und wenige hundert Meter näher zu Seewen wieder neu aufgebaut werden, als Zeitzeuge und eventuell mit einem integrierten Dorf-Museum über ‚alt Bad Seewen‘. Ueber Details wollen – so war auf der Baustelle zu erfahren - die Initianten zu einem späteren Zeitpunkt informieren. Jetzt gehe es in die Phase der Detail-Abklärungen und der Finanzierung. Auch hoffe man auf das Goodwill der Behörde, ohne deren Mittun das Bauernhaus wohl kaum mehr originalgetreu wieder aufgestellt werden könne.

Das mehrere hundert Jahre alte Bauernhaus im ‚Wintersried‘
ausgangs Seewen, direkt neben der Seewernstrasse und der Seewern,
wird rückgebaut. Es soll nachher einige hundert Meter weiter
westwärts in Unterseewen wieder Original getreu aufgebaut werden.

Altes muss Neuem weichen: die Bretter des alten Bauernhauses
werden Stück für Stück gereinigt und zwischengelagert, das
alte ehemalige USEGO-Gebäude im Hintergrund dagegen komplett entsorgt.
Bilder: Peter Rickenbacher
Im 'Bote der Urschweiz' wurde am 27. Januar 2018 über die begonnenen Arbeiten zur Erstellung des neuen Victorinox-Logistikgebäudes und den Rückbau des Bauernhauses wie folgt berichtet:






