27.10.2021 Letzte Chancen für einen Dorfumfahrungstunnel vertan?
Die letzten Anstösser an die Bahnhofstrasse haben Landabtretungen zugestimmt
p. Es scheint sich zu bewahrheiten, was Ur-Einwohner Seewens schon lange befürchten: an der bekannten Verkehrsflut durch Seewen wird weiter gewerkelt. Statt den Verkehr um das Dorf herum zu leiten, wird von den Staatsplanern weiterhin voll auf die Karte 'noch mehr Verkehr durch das Zentrum' gesetzt. Dies ganz im Gegensatz zu andern Ortschaften im Kanton Schwyz (z.B. Rothenthurm, Küssnacht, das nahe urnerische Sisikon usw.), wo seit Jahren an Dorfumfahrungen geplant und teilweise gebaut wird. Doch Seewens Bedürfnisse nach mehr Wohnqualität, die bleiben aussen vor. Und so soll es auch in Zukunft bleiben. Nur so ist zu verstehen, weshalb der Kanton mit seiner Behörde weiterhin viel Geld in die Planung einer stark verbreiterten Bahnhofstrasse steckt. (Der 'Bote' berichtete in seiner Ausgabe vom 26.10.21 darüber, siehe unten). Zu den hohen 'Vorinvestitionen' gehören dazu Liegenschaftskäufe und Arrondierungen (wie z.B. Landkauf beim 'Kristall', beim 'Gaswerk', den Kauf der Liegenschaft 'Rosengarten', 'Schwyzerhof' usw.). Damit werden Voraussetzungen geschaffen, um eben die Hauptachse durch Seewen - die Bahnhofstrasse - auszuweiten. Alternativ dazu gäbe es seit 2006 ein Projekt eines 'Dorfumfahrungstunnels'. Mit diesem würde Seewen südlich umfahren, das lokale Strassennetz vom Durchgangsverkehr verschont. (Siehe Beitrag Dorfnews, Archiv, 11.4.2006). Doch für dieses weitsichtige und nachhaltige Projekt finden sich im Regierungsviertel in Schwyz keine Sympathisanten. Die Tunnelidee kam eben nicht aus der eigenen 'Küche'...
Nachstehend die Meldung über das Vorgehen in Sachen 'weitere Phase der Dorfzerschneidung' aus dem 'Bote' vom 26. Oktober 2021:
Statt in einem Tunnel UM das Dorfzentrum soll der
Verkehr die nächsten Jahrzehnte offen DURCH das
Dorf geführt werden. So will es der Kanton
bzw. seine Planertruppe.
Am 18. November 2021 publizierte der 'Bote' folgenden Bericht:
23.10.2021 Krematoriumleistung soll verdoppelt werden
Die ursprüngliche Vermutung der Anwohner bestätigt sich, die Kapazitäten werden laufend ausgebaut
p. Es war ein heftiger Streit um den Standort des Krematoriums, welches der Bezirk Schwyz unbedingt innerhalb seines Hoheitsgebietes bauen - und betreiben - wollte. Der ursprüngliche Vorschlag, das Schwyzer Krematorium neben dem Friedhof 'Bifang' bzw. dem Spital Schwyz zu bauen, scheiterte an Reklamationen von Anwohnern und der Spitalleitung. Dann kam als Standort die Nachbar-Parzelle zum Zivilschutzzentrum im 'Kaltbach' in die Diskussion.
Doch auch dieser Vorschlag scheiterte - nicht zuletzt wegen eines Nachbarn, der während der Standortevaluation selbst im Bezirksrat Schwyz sass. So hatte der Rat dann die glorreiche Idee, den Menschenverbrennungsofen unmittelbar neben der Autobahn in Unterseewen zu bauen. An einem Ort mit wenig Nachbarn und fernab der Zivilisation... "Sankt Florian lässt grüssen."
Was schon damals bekannt und unschwer vorher zu sehen war soll nun bald eintreffen: der Bezirk plant einen weiteren massiven Ausbau der Anlage. Dies wusste der 'Bote' am 11. Oktober 2021 seiner Leserschaft zu unterbreiten:
"Würdig" unmittelbar neben der Autobahn A4 in Unterseewen steht das Krematorium
des Bezirks Schwyz. Von ursprünglich 216 Kremationen im Startjahr 1996 wurden
24 Jahre später im Jahre 2020 insgesamt 1'687 Einäscherungen vorgenommen.
Jetzt will der Bezirk die Anlage nochmals hochfahren, um die doppelte Menge der
bisherigen Kremationen durchführen zu können. Ein Schelm, der glaubt, dass dies
beim Bau nicht absehbar war...









