24.09.2025 Ehemalige 'Schaukäsi' muss neuen Wohnblocks weichen
Areal um die 'Schaukäserei Schwyzerland' wird zu neuem Dorfteil von Seewen
p. Land ist immer begehrter u.a. weil es nicht vermehrt werden kann. Das wissen vor allem die grossen Player in der Baubranche, die seit Jahren den Immobilienmarkt aufmischen. Zu ihnen gehört die C. Vanoli-Gruppe aus Immensee. In Seewen baute sie die Wohnblocks auf der 'Bättigmatt' und erwarb auch einige davon. Dabei spielte die Nähe zum Bahnhof eine nicht ganz unbedeutende Rolle (auch am Bahnhofplatz in Brunnen ist Grosses vorgesehen). Und auch in Seewen soll Grosses entstehen, direkt gegenüber dem Bahnhof. An top-erschlossener Lage hat das Unternehmen in den letzten Jahren Liegenschaft um Liegenschaft erworben, von den Gleisen bis hinunter zur Seewernstrasse. Die Absicht war offensichtlich: hier soll dereinst ein neues Quartier aus dem Boden gestampft werden. Wie es ungefähr aussehen dürfte, wird heute Abend (24.9.2025) der unmittelbaren Nachbarschaft verraten. Es geht um die Vorstellung eines Quartierplans, der in etwa das Volumen der vorgesehenen Baukörper zeigt. Das geltende Schwyzer Baugesetz verlangt ab einer gewissen Parzellengrösse zwingend ein solches Planwerk. Wird es vom Regierungsrat genehmigt, kann daraufhin an die eigentliche Knochenarbeit (Detailplanung) gegangen werden. Die Mieter/innen an der 'Milchstrasse' erhalten seit geraumer Zeit von der Eigentümerschaft nur noch befristete Mietverträge... im Wissen, dass sie schon bald eine neue Bleibe suchen müssen. Wird das Bauvorhaben in Angriff genommen, fahren zuerst die Abbruchbagger auf. Häuser wie das Haus 'alte Molki', die ehemalige Futtermittelfabrik Sigrist (sie wurde zur 'Schaukäserei' umgebaut') und das daneben stehende Wohnhaus, das Haus der ehemaligen Schreinerei Nigg/Oberholzer, die eigentliche 'Molki' (Milchannahme) und das ehemalige Restaurant 'Schäfli' sowie andere ältere, aber noch gut erhaltene Objekte werden nur noch in Erinnerungen weiterbestehen.
Nachstehend eine Visualisierung des neuen Quartiers:

Quelle: www.c-vanoli.ch Stand: September 2025

Ein geschichtsträchtiger Dorfteil soll schon nächstes Jahr dem Erdboden gleichgemacht werden.
Visualisierung aus dem Internet, Stand 1.10.2025:
22.09.2025 Haus 'Kristall' wird deutlich erweitert
Bauarbeiten des Erweiterungsbaus haben begonnen
p. Sie fallen auf, die Baustellen in Seewen! Kaum ein Strassenabschnitt, an dem zurzeit nicht geflickt wird, und Baukrane bei Wohnhäusern in Unter- und Oberseewen. Eine anschauliche Baustelle ist momentan am Hause 'Kristall' zu sehen. Am untern Ende der Bahnhofstrasse in Seewen stehend wird das ortsbildprägende Haus deutlich vergrössert. Wie vor eineinhalb Jahren dem Amtsblatt zu entnehmen war, plant die Eigentümerin, die WIDG Immobilien AG aus Zug, das Haus deutlich zu vergrössern. Nach einem Brand im Mai 2020 wurden erst diese Schäden behoben, jetzt erfolgt im Elementbau die eigentliche Vergrösserung. Läuft alles rund, soll der Neubau im Spätherbst 2025 beendet werden können. (Siehe auch Dorfnews vom 27.2.2024)
Nicht erweitert, aber kernsaniert wurde in den letzten Monaten auch ein anderes Traditionshaus. Das 'Kreuz', vermutlich erstellt im Jahre 1653, welches nach der Pachtaufgabe von Peter Rickenbacher seit dem 22. Dezember 2020 geschlossen war, ist vor wenigen Wochen wiedereröffnet worden. Gekostet hat der Total-Umbau annähernd 5 Mio Franken. Noch suchen die beiden Eigentümer, Yvonne Wagner-Rickenbacher und Erich Rickenbacher-Reichmuth Mieter/innen für die Wohnungen.






