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Gasthaus zum weissen Kreuz . Seewernstrasse 12 . 6423 Seewen (SZ)  

 

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   10.10.2016  Auflösungsprozess der Wuhrkorporation angelaufen


Die Wuhrkorporationen versuchen zu retten, was zu retten noch möglich ist

p. Es zeichnete sich schon vor geraumer Zeit ab, dass die Wuhrkorporationen wohl bald Geschichte sein werden. Die Wuhrkorporationen, das sind jene Organisationen von Liegenschaftseignern, die direkt oder mindestens indirekt (heisst: im Einzugsperimeter von Fliessgewässern) Eigentum besitzen. Neu will der Kanton ‚zum Rechten‘ schauen, was die Fliessgewässer auf seinem Hoheitsgebiet betrifft. Bisher taten dies eben die direkten Anstösser. Dies hatte den grossen Vorteil, dass sie als Vertraute die Tücken der fliessenden Wasser am besten kannten und dementsprechend ihr Wissen in die ‚Schadenbehebung bzw. -minimierung‘ einbringen konnten. Doch seit dem 3. Oktober 2016 ist die Welt eine andere. An der Delegiertenversammlung der Wuhrkorporationen in Goldau informierten Kantonsvertreter über den politischen Zeitplan, wie es mit der ‚Institution Wuhrkorporationen‘ weitergehen soll. Anwesend waren auch Vertreter der Seebner Wuhrkorporationen (Seewern, Gründelisbach, Siechenbach und Nietenbach). Auch sie bekamen mit, dass ein Schwimmen gegen den Strom wohl chancenlos sein wird. Voraussichtlich wird abschliessend das Volk über das Sein oder Nichtsein der Wuhrkorporationen entscheiden können. Teurer wird ein Uebertrag der Verantwortlichkeit von der Privatwirtschaft an den Staat auf jeden Fall…

 

Nachstehend der Bericht aus dem ‚Bote‘ über die denkwürdige Delegiertenversammlung der vereinigten Wuhrkorporationen:

(Quelle: ‚Bote‘ vom 4.10.2016)

Wer kennt die Fliessgewässer und deren Ufer besser als die direkten Anstösser? Dieses Wissen wird verloren gehen, wenn anstelle der Wuhrkorporationen künftig Beamte des Kantons über die Unterhalte bestimmen werden…

 

 

Hinweis: Beachten Sie auch die News vom 29.6.2016

 

Die Vernehmlassung zum neuen Gesetz stiess nicht überall auf Wohlwollen. So reagierte der Bezirksrat Schwyz wie folgt:



(Quelle: 'Bote' vom 21.10.2016)

 

Während des Vernehmlassungsverfahrens wurden kritische Stimmen zur Abschaffung der Wuhrkorporationen laut. So äusserte sich auch die CVP zum Vorhaben. Auch sie ist gegen deren Aufhebung. Vielmehr verlangt sie sogar eine Stärkung! Artikel gesehen im 'Bote der Urschweiz' vom 26.10.2016:


 

Die Idee der Schwyzer Regierung, die Wuhrkorporationen abzuschaffen, diese stösst hüben wie drüben sauer auf. Alle bürglerlichen Parteien haben im Rahmen der Vernehmlassung zur Totalrevision des kantonalen Wasserrechtsgesetzes ihr NEIN zum Vorschlag platziert. Der 'Bote' schrieb in seiner Ausgabe vom 29. Oktober 2016 wie folgt darüber:

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   09.10.2016  Aktueller Gemeinderat gegen Umfahrungstunnel durch Urmiberg


Die Kommunalbehörde könnte Bundesgelder für den Bau einer Dorfumfahrung von Seewen beantragen, setzt aktuell aber auf andere Prioritäten

p. Es ist ein leidiges Thema, das die Bevölkerung schon seit Jahrzehnten beschäftigt: die Verkehrsflüsse durch Seewen. Aus dem einstigen Kurort der guten Luft und der Heilwasser wegen leidet Seewen heute unter der Verkehrsflut. Diese ist zum grossen Teil so von ‚Schwyz‘ gewollt, weil der Hauptort beispielsweise den Schwerverkehr lieber in die Filialen lenkt als ihn selbst zu tragen. Dass sich die betroffene Bevölkerung für etwas mehr Lebensqualität einsetzt ist daher mehr als nachvollziehbar. So fordern Gruppierungen schon seit Jahrzehnten eine Dorfumfahrung beispielsweise mittels Tunnel durch den Urmiberg. Dieser würde das Dorfzentrum massiv entlasten. Neu ist diese Idee notabene überhaupt nicht. Der Gemeinderat der 1980er Jahre selbst gleiste eine Verkehrsplanung auf mit zahlreichen damals schon visionären Lösungsansätzen. 1992 wurde ein entsprechender Plan in alle Haushaltungen verteilt (siehe nachstehend). Doch von den zukunftsträchtigen Ideen wird wohl nur eine einzige umgesetzt: die Idee einer neuen Brücke über die Muota südlich von Ibach. Die grosszügigen Verbindungsstrassen um die Dörfer herum werden dagegen immer unwahrscheinlicher – auch, weil der nachfolgende Gemeinderat andere Prioritäten setzte…

Jetzt gerade hat er wieder eine grosse Chance vertan. Nachdem der Bund die Kommunen eingeladen hatte, visionäre Infrastrukturprojekte aufzulisten und in ‚Bern‘ anzumelden, schlossen sich die Talboden-Gemeinden Schwyz, Ingenbohl und Steinen zu einer Arbeitsgruppe zusammen und listeten ihre Wünsche auf. Leider blieb der ‚Urmibergtunnel‘ auf der Strecke. Ob absichtlich oder nicht, darüber kann spekuliert werden. Denn Fakt ist, dass der Umfahrungstunnel urplötzlich aus dem Richtplan Rigi-Mythen gelöscht worden ist – auf Begehren wohl einer ‚starken Stimme‘ im Verwaltungsapparat. Denn für die Aufnahme dieses Tunnels in den Richtplan setzten sich jahrelang zahlreiche Gruppierungen und namhafte Persönlichkeiten ein.

Dem örtlichen Quartierverein Unterseewen&Seewenstrasse ist ebenfalls zu Ohren gekommen, dass Bundesgelder für Infrastrukturprojekte fliessen – sofern sie beantragt werden. Er hat daher beim Gemeinderat Schwyz angeklopft und ihn gebeten, den Tunnel im Programm mitzunehmen. Doch die Antwort, die der Quartierverein am 26. September 2016 von der Geschäftsstelle Agglomerationsprogramm erhielt, die war ernüchternd. Ihm wurde mitgeteilt, dass der ‚Umfahrungstunnel‘ nicht mehr im Richtplan aufgelistet sei und daher nicht im Agglomerationsprogramm mitgeführt werde…

(Anmerkung: Bleibt die Frage offen, ob in diesem Falle von politischer Willkür oder von Schweinerei gesprochen werden kann...)

 

Ende der 1980er Jahre liess der damalige Gemeinderat ein Verkehrskonzept ausarbeiten. Darin enthalten war eine Dorfumfahrung von Seewen im Urmiberg. Doch die nachfolgenden Gemeinderäte wehrten sich vehement gegen dieses Projekt – auch jetzt wieder!

 

Vor geraumer Zeit schlossen sich die Gemeinden Schwyz, Ingenbohl und Steinen zur Arbeitsgruppe ‚Agglomerationsprogramm Talkessel Schwyz‘ zusammen, um Bundesgelder für Infrastrukturprojekte abzuholen. Der Bezirk Schwyz und der Regierungsrat unterstützten dieses Vorgehen:

 

Der Quartierverein Unterseewen&Seewenstrasse hat den Gemeinderat Schwyz – einmal mehr – ersucht, sich für den Umfahrungstunnel einzusetzen. Er forderte am 1. September 2016 die Behörde auf, auch für den Tunnel einzustehen, weil für die Realisierung Bundesgelder abzuholen seien.

 

Die Antwort erst von der Gemeindekanzlei vom 5. September 2016 (Eingangsbestätigung) und dann von der Geschäftsstelle Agglomerationsprogramm vom 26. September 2016 war ernüchternd: der Tunnel sei nicht mehr im Richtplan aufgeführt, weshalb er nicht im Agglo-Programm enthalten sei…

 Josias Clavadetscher vom 'Bote' fasste beim Thema 'Agglomerationsprogramm' nach und stellte dabei fest, dass die Schwyzer Eingabe in Bern genau zum richtigen Zeitpunkt erfolgt sei:

 (Quelle: 'Bote' vom 12.10.2016)

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